„Man braucht zwei Jahre, um sprechen zu lernen, aber fünfzig Jahre, um schweigen zu lernen.“
(Ernest Hemingway)

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„In einer Fünftelsekunde kannst du eine Botschaft rund um die Welt senden. Aber es kann Jahre dauern, bis sie von der Außenseite eines Menschenschädels nach innen dringt.“
(Charles F. Kettering)

Artikel nach Datum gefiltert: Dezember 2013
Sonntag, 15 Dezember 2013 19:00

Abalyka, der Außerirdische

Anbei eine spannende Übung für Kommunikationstrainings. Sie zeigt Teilnehmern eindrücklich die Überzeugungskraft beeinflussender Mimik. Hierfür wird von der Gruppe eigenständig ein Experiment-Teilnehmer bestimmt. So schließen wir eine mögliche, vorher stattgefundene Absprache zwischen mir und einem bestimmten Teilnehmer aus.

Die ausgewählte Person verlässt den Raum und ich präsentiere den verbleibenden Teilnehmern folgende fünf Aussagen.

Abalyka lebt auf dem Planeten Furulan

Abalyka atmet Stickstoff

Abalyka hat eine Schwester

Abalyka ist über hundert Erdenjahre alt

Abalyka gehört zur Spezies der Ha-Ke-Lar

Nun entscheiden die Teilnehmer gemeinsam, welche Aussage zutrifft und welche nicht. Dies halten wir auf einem Flipchart fest, das anschließend umgedreht und in eine Ecke geschoben wird. Mein Experimentpartner wird wieder hereingebeten und setzt sich mir gegenüber hin – so dass er nur mich sieht und keinen der anderen Teilnehmer. Ich erkläre ihm die Regeln. „Ich nenne dir jetzt fünf Aussagen über Abalyka den Außerirdischen. Du entscheidest, welche richtig ist und welche falsch. Kleiner Tipp: Es sind weder alle richtig, noch alle falsch. Nach jeder Aussage von mir notierst du auf einem Zettel ein „Ja“ oder „Nein“, je nachdem, ob du der Meinung bist, dass eine Aussage richtig oder falsch ist.“ Nach dem Vorlesen der fünf Aussagen vergleichen wir dann alle gemeinsam die gegebenen Antworten mit denen auf dem Flipchart. Und siehe da: sie stimmen überein! Und noch verblüffender: Die meisten Zuseher des Experiments stehen vor einem unlösbaren Rätsel. Dem Experimentteilnehmer selbst sind das Ergebnis und seine augenscheinlich übernatürlichen Kräfte sowieso schleierhaft.

Die Lösung liegt natürlich, wie du sicher schon ganz richtig vermutet hast, in der Körpersprache. Die höchste Wahrscheinlichkeit für den Erfolg des Experiments erreichst du, indem du bei den Aussagen wo du ein „Ja“ erreichen willst Blickkontakt hältst, in Ansätzen lächelst und eine deutliche, langsame, unauffällige Nickbewegung einfließen lässt. Bei „Nein“ Aussagen macht du natürlich alles genau umgekehrt. Wenig bis kein Blickkontakt, kein Lächeln, und ein sehr langsames angedeutetes Kopfschütteln. Wichtig hierbei ist, gleich wie beim Einsatz dieser Technik im Berufs- und Privatleben, dass all dies trotz Deutlichkeit unauffällig und diskret geschieht. Mehr zu diesem Thema findest du bei Interesse in meinem Buch „Verändere die Wirklichkeit“.

Intergalaktische Grüße!

Martin

Freigegeben in Martin Sernko - Blog

„Nach dem Training wünschen wir uns, dass unsere Verkäufer sich mehr mit der Produktpalette identifizieren, sicherer auftreten und vor allem deutlich höhere Umsätze einfahren.“

„Der Gedanke ist, dass unsere Mitarbeiter an diesem Tag alles lernen, das notwendig ist, um die Kundenzufriedenheit bezüglich unseres Innendiensts klar zu steigern. Zusätzlich sollen die Callcenter-Agenten stressfreier agieren und die Fluktuation innerhalb des Teams reduziert werden.“

„Das Rechnungswesen-Team sieht sich einigen Herausforderungen gegenüber. Das interne Klima ist schlecht und die Führungskraft ist mit der ganzen Situation heillos überfordert. Deswegen nehmen wir jetzt Geld in die Hand und planen einen zweitägigen Team-Workshop. Das klare Ziel ist, dass die Leute nachher offener und wertschätzender miteinander umgehen und der Teamleiter über die notwendigen Werkzeuge verfügt, um dies auch weiterhin gewährleisten zu können.“

So oder so ähnlich stellen sich die Anliegen von Personalentwicklungsverantwortlichen beispielsweise dar. Hohe Erwartungen, enge Zeitrahmen und die Notwendigkeit eines schnellen Erreichens der firmeninternen Ziele. Um die gewünschten Veränderungen herbeizuführen, werden nun im Normalfall als nächster Schritt Trainingsfirmen oder selbstständig agierende Experten kontaktiert, die eine optimale Umsetzung der geplanten Projekte garantieren sollen.

Leider werden gewünschte Ergebnisse oft verfehlt und Erwartungen nicht erfüllt. Passend hierzu einige Statistiken und Anmerkungen von Experten zum Thema Wissenstransfer, die Axel Koch, der unter dem Pseudonym „Richard Gris“, das Buch „Die Weiterbildungslüge“ veröffentlicht hat, auf seiner Homepage anführt.

„77 Prozent der Seminarteilnehmer gelingt es nicht, gelernte Inhalte in ihren Arbeitsalltag zu transferieren.“

Prof. Dr. Sabine Seufert, Swiss Centre for Innovations in Learning, Quelle: managerSeminare, November 2007, Seite 11

„Nachdem Andreas Janikowski, Geschäftsführer TIP GmbH, und ich das EU-Projekt „Personalentwicklung für KMU“ über zwölf Monate durchgeführt hatten, evaluierten wir deshalb den Transfererfolg der Teilnehmer. Die Befragungsergebnisse waren ernüchternd. Es wurden nur wenige in den Seminaren erarbeitete Maßnahmen verwirklicht.“

Hans-Jürgen Kurtz, Andreas Janikowski, EU-Projekt „Personalentwicklung für KMU“,Quelle: personalmagazin, September 2008, Seite 42

„Tatsächlich gibt es zahlreiche Seminare, die sich hoher Beliebtheit erfreuen; erfasst man den Transfer in den Alltag nach einigen Monaten, zeigen sich keine Effekte.“

Quelle: BILDUNGaktuell, November 2008, Seite 14

Um zu verstehen, warum ein gelungener Wissenstransfer sich gerade bei Soft-Skill-Trainings oft als schwierig darstellt und warum Training“ eben nicht gleich „Training“ ist, beschreibe ich in den nächsten Teilen von „Warum Trainings (und Trainer) scheitern“ die wichtigsten hierbei wirkenden Faktoren.

  • Indirekte Faktoren
  • Direkte Faktoren
  • Eigenverantwortliche Faktoren

Und übrigens: Da ein gutes Buch im Bereich der Soft-Skills immer den Anspruch haben muss ein Training in Papierform zu sein, entscheiden viele dieser Faktoren auch darüber, ob ein solches seine Leser inspiriert und zu neuen Erfolgen führt, oder nach einmaligem Lesen im Bücherregal verstaubt.

Also dann, bis bald in „Teil 3: Indirekte Faktoren“!

Martin

Freigegeben in Martin Sernko - Blog
Sonntag, 15 Dezember 2013 13:54

Blitzhypnose für jedermann

Musterunterbrechungen sind ein großartiges Mittel um das Unterbewusstsein deines Gegenübers direkt und ohne Verzögerung zu erreichen. Richtig und unauffällig eingesetzt, kannst du deinen Gesprächspartner schnell in deinem Sinne beeinflussen bzw. ihm sogar direkte Befehle erteilen, die dieser dann, solange sie nichts Weltfremdes verlangen, ausführt.

Ein beeindruckendes Beispiel für die Wirkung von Musterunterbrechungen ist die Blitzhypnose. So schafft es ein Hypnotiseur, dich zum Beispiel in nur wenigen Sekunden in tiefen Schlaf zu versetzen. Hierbei sprechen wir nicht von der Technik, die riskant und gesundheitsgefährdend ist: den Druck auf die Halsschlagader. In „Verändere die Wirklichkeit“ beschreibe ich die zugrunde liegende Vorgangsweise und mache den Leser ausdrücklich darauf aufmerksam mit dieser Methode nicht eigenmächtig zu experimentieren. Selbiges wiederhole ich an dieser Stelle für dich:

„Wichtig! Probiere solche oder ähnliche Techniken niemals ohne das Absolvieren einer professionellen Hypnose-Ausbildung aus. Bei einem solchen Vorgehen können unerwartete und unerwünschte Effekte auftreten. Und in diesem Fall weißt du dann besser ganz genau, wie du richtig und vor allem schnell reagierst!“

Allerdings gibt es ja keine Regel ohne Ausnahme. Anbei also eine kleine Anleitung für dich, die du gefahrlos anwenden kannst. Und zwar falls (und nur falls) einer deiner Gesprächspartner von Schluckauf gequält wird.

Erzähle dem anderen, dass du eine traditionelle chinesische Methode kennst, um Schluckauf zu beenden. Sag ihm, wenn du willst, dass dies etwas mit dem Druck im Zwerchfell zu tun hätte. Presse nun deine aufgestellten Handflächen fest gegen die des anderen und gib ihm die Anweisung er soll, während du selbst bis zehn zählt, immer stärker gegen deine Hände drücken. Erwidere den Druck. Bei „Acht“ ziehst du dann plötzlich und vollkommen unerwartet deine eigenen Hände weg: Musterunterbrechung! Das Bewusstsein des anderen ist für einen kurzen aber entscheidenden Moment verwirrt. Jetzt gibst du das Kommando „Atme frei!“. Und siehe da, schon ist der böse Schluckauf verschwunden.

Bis zum nächsten Blogeintrag!

Martin

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