„Kommunikation kennt weder Zeit noch Raum!“
(Peter Sereinigg)

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„Dass wir miteinander reden können, macht uns zu Menschen.“
(Karl Jaspers)

Artikel nach Datum gefiltert: April 2014

Indirekte Faktoren sind maßgeblich für den Erfolg von PE verantwortlich. Mit dem Trainer haben sie wenig bis nichts zu tun. Sie werden meist vollständig vom Auftraggeber vorgegeben.

Es handelt sich also um fixe Rahmenbedingungen, die eng an finanzielle und zeitliche Möglichkeiten gebunden sind. 

Hierzu zählen verschiedenste Entscheidungen und Vorgaben:

 

  • Welches Thema
  • Welche Ziele
  • Für welche Mitarbeiter
  • Teilnehmerzahl
  • Format
  • Länge
  • Ort
  • Einbeziehung der Teilnehmer vorab
  • Möglichkeit eines vorhergehenden Treffens des Trainers mit Auftraggebern und Teilnehmern
  • Zur Verfügung gestellte Information
  • Nachgelagerte Aktivitäten mit oder ohne Trainer
  • Erfolgsmessungen
  • Anreizsetzungen
  • etc.

 

Im besten Fall wird der Trainer bei dem einen oder anderen Punkt vom Auftraggeber mit einbezogen. Im Normalfall hat er allerdings auf die meisten Rahmenbedingungen kaum oder gar keinen Einfluss. Das ist die Realität und diese hat auch einen guten Grund: Kein Unternehmen verfügt über unbegrenzte finanzielle Mittel und jeder Tag an dem ein Mitarbeiter auf Fortbildung weilt, ist einer an dem er nicht arbeiten kann.

Nach fast zwanzig Jahren in meinem Beruf und persönlichen Gesprächen mit über tausend HR-Experten verschiedener Konzerne, Institutionen und Firmen, bin ich überzeugt davon, dass Personalentwicklungsverantwortliche in Unternehmen sich redlich und ehrlich bemühen, stets das Beste für ihre Mitarbeiter herauszuholen. Dies ändert aber nichts daran, dass auch sie interne Begrenzungen respektieren und gegebene Vorgaben akzeptieren müssen. Es ist also in meinen Augen IMMER in erster Linie Aufgabe des Trainers unter gegebenen Umständen funktionierende Lösungen zu entwickeln oder, falls dies nicht möglich ist, auf Widersprüche betreffend Erwartungen und Machbarkeit hinzuweisen.

Hierzu eine kleine Analogie: Viele der genannten indirekten Faktoren bzw. die daraus folgenden Einschränkungen gelten auch (und noch mehr) für den Autor eines Buchs, das sich zum Beispiel mit der Entwicklung von Kommunikationsfähigkeiten beschäftigt. So habe ich von Seiten meines Verlags ein gewisses Format samt Länge der Inhalte zu beachten. Ich kenne weder dich noch andere Leser meines Buchs im Voraus und habe natürlich auch nicht die Möglichkeit mit einem von euch erst einmal zu plaudern, bevor ich Inhalte festlege. Auch habe ich nicht den geringsten Einfluss darauf, wie und ob du nach Lesen des Buchs meine Hinweise und Empfehlungen umsetzt und übst. Und als vielleicht größte Herausforderung haben wir beide leider nicht, wie in einem Trainingsszenario, die Chance miteinander Techniken und Instrumente zu diskutieren, auszuprobieren und zu reflektieren. Der Autor muss also ein Buch schreiben, in dem er Wünsche, Notwendigkeiten und Möglichkeiten seiner zukünftigen Leser antizipiert. Persönliche Interaktion gibt es nicht, Vorabinformation ist nicht vorhanden und nachbereitende Tätigkeiten, solange du den Autor nicht für bestimmte Leistungen kontaktierst, sind nicht möglich.

Interne Firmentrainings bieten zwar weit mehr „Wirk“-Möglichkeiten bei den Teilnehmern selbst, sind aber trotzdem für den Trainer alles andere als ein Wunschkonzert. Er muss Vorgaben akzeptieren und kann, auch wenn sie noch so hilfreich wären, nicht sämtliche persönliche Wünsche einfordern.

Im nächsten Teil von „Warum Trainings (und Trainer) scheitern“ befasse ich mit einzelnen indirekten Faktoren und zeige dir, wie du auf diese viel oder zumindest ein wenig Einfluss nehmen kannst.

Ich freue mich auf „Teil 4: Indirekte Faktoren beeinflussen“!

Martin

Freigegeben in Martin Sernko - Blog

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