„Kommunikationswissenschaft – die Lehre von den Missverständnissen.“
(Markus M. Ronner)

logo gross

„Wir müssen immer wieder das Gespräch mit unserem Nächsten suchen. Das Gespräch ist die einzige Brücke zwischen den Menschen.“
(Albert Camus)

Martin Sernko

Martin Sernko

xing 30 twitter 30 facebook 30

„Sehr bemüht Ludwig“ ist neu im Vertrieb der Firma: Motiviert, engagiert – kurzum: Genau jemand von der Sorte, den man sich für diese Position wünscht. Hungrig, lernbegierig und voller Optimismus. Er identifiziert sich mit dem Unternehmen, glaubt an das Produkt und arbeitet für ein niedriges Fixum samt Provision. „Sehr bemüht Ludwig“ ist stets der erste im Büro und der letzte, der es verlässt. Den halben Tag hängt er am Telefon und widmet sich der Neukundenakquise. Excel- und Datenbanken-Sheets füllen sich. Absagen steckt er weg. Unangenehme Telefonate ebenso. Während andere sich das eine oder andere Päuschen gönnen oder mit ihrem Schicksal hadern, ist er am arbeiten.

Schon bald nimmt die Anzahl seiner Termine zu. „Sehr bemüht Ludwig“ fährt von potentiellem Kunden zu Kunden, oftmals hunderte Kilometer pro Tag. Sein Verkaufsmaterial ist stets perfekt vorbereitet, sein Einsatz makellos.

Dummerweise bewegen sich die Abschlüsse aber im äußerst dürftigen Rahmen. So sehr er sich auch bemüht, die allermeisten Termine verlaufen ohne nennenswertes Ergebnis. Der Verkaufsleiter honoriert seinen Einsatz, doch bleibt auch ihm nicht verborgen, dass „Sehr bemüht Ludwig“ bei weitem mehr Erde verbrennt als Umsatz bringt… Schade eigentlich, denn er ist doch so unglaublich bemüht.

Diese Art von Verkäufer gibt es in jedem vertriebsorientiertem Unternehmen. Meist sind es junge „Talente“ oder Umsteiger (sei es job-, branchen- oder unternehmensbezogen). Liegt ihr „Unvermögen“ am Produkt? Liegt es an ihnen selbst? Die simple und ungern gehörte Wahrheit: So gut wie nie! Meist ist es die Politik des Unternehmens, noch öfter das Versagen des (der) Vorgesetzten und so gut wie immer eine Mischung aus beidem, das eine solche Entwicklung nicht nur zulässt, sondern – noch viel schlimmer – auch noch fördert.

Bevor ich in Zukunft hier einiges Grundlegendes zum erfolgreichen Aufbau von Verkaufsstrukturen und -erfolg veröffentliche, zeige ich dir in kommenden Einträgen noch die klassische „Weiterentwicklung“ von „Sehr bemüht Ludwig“.

Also dann, bis zu „Die Metamorphose des Verkäufers – Teil 2: Der „Bin ganz knapp dran Ludwig““

Martin

Sonntag, 15 Dezember 2013 19:00

Abalyka, der Außerirdische

Anbei eine spannende Übung für Kommunikationstrainings. Sie zeigt Teilnehmern eindrücklich die Überzeugungskraft beeinflussender Mimik. Hierfür wird von der Gruppe eigenständig ein Experiment-Teilnehmer bestimmt. So schließen wir eine mögliche, vorher stattgefundene Absprache zwischen mir und einem bestimmten Teilnehmer aus.

Die ausgewählte Person verlässt den Raum und ich präsentiere den verbleibenden Teilnehmern folgende fünf Aussagen.

Abalyka lebt auf dem Planeten Furulan

Abalyka atmet Stickstoff

Abalyka hat eine Schwester

Abalyka ist über hundert Erdenjahre alt

Abalyka gehört zur Spezies der Ha-Ke-Lar

Nun entscheiden die Teilnehmer gemeinsam, welche Aussage zutrifft und welche nicht. Dies halten wir auf einem Flipchart fest, das anschließend umgedreht und in eine Ecke geschoben wird. Mein Experimentpartner wird wieder hereingebeten und setzt sich mir gegenüber hin – so dass er nur mich sieht und keinen der anderen Teilnehmer. Ich erkläre ihm die Regeln. „Ich nenne dir jetzt fünf Aussagen über Abalyka den Außerirdischen. Du entscheidest, welche richtig ist und welche falsch. Kleiner Tipp: Es sind weder alle richtig, noch alle falsch. Nach jeder Aussage von mir notierst du auf einem Zettel ein „Ja“ oder „Nein“, je nachdem, ob du der Meinung bist, dass eine Aussage richtig oder falsch ist.“ Nach dem Vorlesen der fünf Aussagen vergleichen wir dann alle gemeinsam die gegebenen Antworten mit denen auf dem Flipchart. Und siehe da: sie stimmen überein! Und noch verblüffender: Die meisten Zuseher des Experiments stehen vor einem unlösbaren Rätsel. Dem Experimentteilnehmer selbst sind das Ergebnis und seine augenscheinlich übernatürlichen Kräfte sowieso schleierhaft.

Die Lösung liegt natürlich, wie du sicher schon ganz richtig vermutet hast, in der Körpersprache. Die höchste Wahrscheinlichkeit für den Erfolg des Experiments erreichst du, indem du bei den Aussagen wo du ein „Ja“ erreichen willst Blickkontakt hältst, in Ansätzen lächelst und eine deutliche, langsame, unauffällige Nickbewegung einfließen lässt. Bei „Nein“ Aussagen macht du natürlich alles genau umgekehrt. Wenig bis kein Blickkontakt, kein Lächeln, und ein sehr langsames angedeutetes Kopfschütteln. Wichtig hierbei ist, gleich wie beim Einsatz dieser Technik im Berufs- und Privatleben, dass all dies trotz Deutlichkeit unauffällig und diskret geschieht. Mehr zu diesem Thema findest du bei Interesse in meinem Buch „Verändere die Wirklichkeit“.

Intergalaktische Grüße!

Martin

Sonntag, 15 Dezember 2013 13:54

Blitzhypnose für jedermann

Musterunterbrechungen sind ein großartiges Mittel um das Unterbewusstsein deines Gegenübers direkt und ohne Verzögerung zu erreichen. Richtig und unauffällig eingesetzt, kannst du deinen Gesprächspartner schnell in deinem Sinne beeinflussen bzw. ihm sogar direkte Befehle erteilen, die dieser dann, solange sie nichts Weltfremdes verlangen, ausführt.

Ein beeindruckendes Beispiel für die Wirkung von Musterunterbrechungen ist die Blitzhypnose. So schafft es ein Hypnotiseur, dich zum Beispiel in nur wenigen Sekunden in tiefen Schlaf zu versetzen. Hierbei sprechen wir nicht von der Technik, die riskant und gesundheitsgefährdend ist: den Druck auf die Halsschlagader. In „Verändere die Wirklichkeit“ beschreibe ich die zugrunde liegende Vorgangsweise und mache den Leser ausdrücklich darauf aufmerksam mit dieser Methode nicht eigenmächtig zu experimentieren. Selbiges wiederhole ich an dieser Stelle für dich:

„Wichtig! Probiere solche oder ähnliche Techniken niemals ohne das Absolvieren einer professionellen Hypnose-Ausbildung aus. Bei einem solchen Vorgehen können unerwartete und unerwünschte Effekte auftreten. Und in diesem Fall weißt du dann besser ganz genau, wie du richtig und vor allem schnell reagierst!“

Allerdings gibt es ja keine Regel ohne Ausnahme. Anbei also eine kleine Anleitung für dich, die du gefahrlos anwenden kannst. Und zwar falls (und nur falls) einer deiner Gesprächspartner von Schluckauf gequält wird.

Erzähle dem anderen, dass du eine traditionelle chinesische Methode kennst, um Schluckauf zu beenden. Sag ihm, wenn du willst, dass dies etwas mit dem Druck im Zwerchfell zu tun hätte. Presse nun deine aufgestellten Handflächen fest gegen die des anderen und gib ihm die Anweisung er soll, während du selbst bis zehn zählt, immer stärker gegen deine Hände drücken. Erwidere den Druck. Bei „Acht“ ziehst du dann plötzlich und vollkommen unerwartet deine eigenen Hände weg: Musterunterbrechung! Das Bewusstsein des anderen ist für einen kurzen aber entscheidenden Moment verwirrt. Jetzt gibst du das Kommando „Atme frei!“. Und siehe da, schon ist der böse Schluckauf verschwunden.

Bis zum nächsten Blogeintrag!

Martin

Dienstag, 27 August 2013 15:57

Humorvolles aus der Kommunikation

In meinem Buch widme ich ein Kapitel dem Umgang mit „ungenauen“, oft auch „unfairen“ Aussagen. Anbei ein wunderbares Beispiel aus den Vereinigten Staaten, wie man eine scheinbar unverrückbare Argumentation mit ein bisschen Hintergrundwissen komplett aushebelt.

Dr. Laura Schlessinger ist eine amerikanische Radio-Moderatorin. Als überzeugte Christin, argumentiert sie eines Tages in einer ihrer Sendungen, dass Homosexualität nicht befürwortet werden kann, da diese nach einer Stelle der Luther-Bibel (Leviticus 18:22) eindeutig eine Sünde ist.

Daraufhin schreibt ihr James M. Kauffman, Professor der „University of Virginia“, folgenden offenen Brief:

Liebe Dr. Laura!

Vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, dass es sich dabei um ein Gräuel handelt. Ende der Debatte.

Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind:

a) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

b) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

c) Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

d) Lev. 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?

e) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: bin ich moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten?

f) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Gräuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Gräuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?

g) In Lev. 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich eine Lesebrille trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt's hier ein wenig Spielraum?

h) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?

i) Ich weiß aus Lev. 11:16-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweins mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?

j) Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19 weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle / Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)?
Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen? (Lev. 20:14)

Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, dass Sie uns behilflich sein können. Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.

Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan

James M. Kauffman, Ed.D.

Bis zum nächsten Blogeintrag!

Martin

Indirekte Faktoren sind maßgeblich für den Erfolg von PE verantwortlich. Mit dem Trainer haben sie wenig bis nichts zu tun. Sie werden meist vollständig vom Auftraggeber vorgegeben.

Es handelt sich also um fixe Rahmenbedingungen, die eng an finanzielle und zeitliche Möglichkeiten gebunden sind. 

Hierzu zählen verschiedenste Entscheidungen und Vorgaben:

 

  • Welches Thema
  • Welche Ziele
  • Für welche Mitarbeiter
  • Teilnehmerzahl
  • Format
  • Länge
  • Ort
  • Einbeziehung der Teilnehmer vorab
  • Möglichkeit eines vorhergehenden Treffens des Trainers mit Auftraggebern und Teilnehmern
  • Zur Verfügung gestellte Information
  • Nachgelagerte Aktivitäten mit oder ohne Trainer
  • Erfolgsmessungen
  • Anreizsetzungen
  • etc.

 

Im besten Fall wird der Trainer bei dem einen oder anderen Punkt vom Auftraggeber mit einbezogen. Im Normalfall hat er allerdings auf die meisten Rahmenbedingungen kaum oder gar keinen Einfluss. Das ist die Realität und diese hat auch einen guten Grund: Kein Unternehmen verfügt über unbegrenzte finanzielle Mittel und jeder Tag an dem ein Mitarbeiter auf Fortbildung weilt, ist einer an dem er nicht arbeiten kann.

Nach fast zwanzig Jahren in meinem Beruf und persönlichen Gesprächen mit über tausend HR-Experten verschiedener Konzerne, Institutionen und Firmen, bin ich überzeugt davon, dass Personalentwicklungsverantwortliche in Unternehmen sich redlich und ehrlich bemühen, stets das Beste für ihre Mitarbeiter herauszuholen. Dies ändert aber nichts daran, dass auch sie interne Begrenzungen respektieren und gegebene Vorgaben akzeptieren müssen. Es ist also in meinen Augen IMMER in erster Linie Aufgabe des Trainers unter gegebenen Umständen funktionierende Lösungen zu entwickeln oder, falls dies nicht möglich ist, auf Widersprüche betreffend Erwartungen und Machbarkeit hinzuweisen.

Hierzu eine kleine Analogie: Viele der genannten indirekten Faktoren bzw. die daraus folgenden Einschränkungen gelten auch (und noch mehr) für den Autor eines Buchs, das sich zum Beispiel mit der Entwicklung von Kommunikationsfähigkeiten beschäftigt. So habe ich von Seiten meines Verlags ein gewisses Format samt Länge der Inhalte zu beachten. Ich kenne weder dich noch andere Leser meines Buchs im Voraus und habe natürlich auch nicht die Möglichkeit mit einem von euch erst einmal zu plaudern, bevor ich Inhalte festlege. Auch habe ich nicht den geringsten Einfluss darauf, wie und ob du nach Lesen des Buchs meine Hinweise und Empfehlungen umsetzt und übst. Und als vielleicht größte Herausforderung haben wir beide leider nicht, wie in einem Trainingsszenario, die Chance miteinander Techniken und Instrumente zu diskutieren, auszuprobieren und zu reflektieren. Der Autor muss also ein Buch schreiben, in dem er Wünsche, Notwendigkeiten und Möglichkeiten seiner zukünftigen Leser antizipiert. Persönliche Interaktion gibt es nicht, Vorabinformation ist nicht vorhanden und nachbereitende Tätigkeiten, solange du den Autor nicht für bestimmte Leistungen kontaktierst, sind nicht möglich.

Interne Firmentrainings bieten zwar weit mehr „Wirk“-Möglichkeiten bei den Teilnehmern selbst, sind aber trotzdem für den Trainer alles andere als ein Wunschkonzert. Er muss Vorgaben akzeptieren und kann, auch wenn sie noch so hilfreich wären, nicht sämtliche persönliche Wünsche einfordern.

Im nächsten Teil von „Warum Trainings (und Trainer) scheitern“ befasse ich mit einzelnen indirekten Faktoren und zeige dir, wie du auf diese viel oder zumindest ein wenig Einfluss nehmen kannst.

Ich freue mich auf „Teil 4: Indirekte Faktoren beeinflussen“!

Martin

„Nach dem Training wünschen wir uns, dass unsere Verkäufer sich mehr mit der Produktpalette identifizieren, sicherer auftreten und vor allem deutlich höhere Umsätze einfahren.“

„Der Gedanke ist, dass unsere Mitarbeiter an diesem Tag alles lernen, das notwendig ist, um die Kundenzufriedenheit bezüglich unseres Innendiensts klar zu steigern. Zusätzlich sollen die Callcenter-Agenten stressfreier agieren und die Fluktuation innerhalb des Teams reduziert werden.“

„Das Rechnungswesen-Team sieht sich einigen Herausforderungen gegenüber. Das interne Klima ist schlecht und die Führungskraft ist mit der ganzen Situation heillos überfordert. Deswegen nehmen wir jetzt Geld in die Hand und planen einen zweitägigen Team-Workshop. Das klare Ziel ist, dass die Leute nachher offener und wertschätzender miteinander umgehen und der Teamleiter über die notwendigen Werkzeuge verfügt, um dies auch weiterhin gewährleisten zu können.“

So oder so ähnlich stellen sich die Anliegen von Personalentwicklungsverantwortlichen beispielsweise dar. Hohe Erwartungen, enge Zeitrahmen und die Notwendigkeit eines schnellen Erreichens der firmeninternen Ziele. Um die gewünschten Veränderungen herbeizuführen, werden nun im Normalfall als nächster Schritt Trainingsfirmen oder selbstständig agierende Experten kontaktiert, die eine optimale Umsetzung der geplanten Projekte garantieren sollen.

Leider werden gewünschte Ergebnisse oft verfehlt und Erwartungen nicht erfüllt. Passend hierzu einige Statistiken und Anmerkungen von Experten zum Thema Wissenstransfer, die Axel Koch, der unter dem Pseudonym „Richard Gris“, das Buch „Die Weiterbildungslüge“ veröffentlicht hat, auf seiner Homepage anführt.

„77 Prozent der Seminarteilnehmer gelingt es nicht, gelernte Inhalte in ihren Arbeitsalltag zu transferieren.“

Prof. Dr. Sabine Seufert, Swiss Centre for Innovations in Learning, Quelle: managerSeminare, November 2007, Seite 11

„Nachdem Andreas Janikowski, Geschäftsführer TIP GmbH, und ich das EU-Projekt „Personalentwicklung für KMU“ über zwölf Monate durchgeführt hatten, evaluierten wir deshalb den Transfererfolg der Teilnehmer. Die Befragungsergebnisse waren ernüchternd. Es wurden nur wenige in den Seminaren erarbeitete Maßnahmen verwirklicht.“

Hans-Jürgen Kurtz, Andreas Janikowski, EU-Projekt „Personalentwicklung für KMU“,Quelle: personalmagazin, September 2008, Seite 42

„Tatsächlich gibt es zahlreiche Seminare, die sich hoher Beliebtheit erfreuen; erfasst man den Transfer in den Alltag nach einigen Monaten, zeigen sich keine Effekte.“

Quelle: BILDUNGaktuell, November 2008, Seite 14

Um zu verstehen, warum ein gelungener Wissenstransfer sich gerade bei Soft-Skill-Trainings oft als schwierig darstellt und warum Training“ eben nicht gleich „Training“ ist, beschreibe ich in den nächsten Teilen von „Warum Trainings (und Trainer) scheitern“ die wichtigsten hierbei wirkenden Faktoren.

  • Indirekte Faktoren
  • Direkte Faktoren
  • Eigenverantwortliche Faktoren

Und übrigens: Da ein gutes Buch im Bereich der Soft-Skills immer den Anspruch haben muss ein Training in Papierform zu sein, entscheiden viele dieser Faktoren auch darüber, ob ein solches seine Leser inspiriert und zu neuen Erfolgen führt, oder nach einmaligem Lesen im Bücherregal verstaubt.

Also dann, bis bald in „Teil 3: Indirekte Faktoren“!

Martin

Wenn du deine Kommunikationsfähigkeiten und ähnliches verbessern willst, bleiben dir vereinfacht drei Möglichkeiten: Coaching, Training und Literatur.

Ein Einzel-Coaching ist zweifelsohne der professionellste Weg, um Fertigkeiten im Bereich der Kommunikation oder hiermit verbundenen Teildisziplinen (Führung, Verkauf, Präsentation etc.) nachhaltig zu erhöhen. Einen guten Coach vorausgesetzt, steigerst du so über regelmäßig stattfindende Einheiten dein Verständnis und deine Fähigkeiten Schritt für Schritt. Dein Coach nimmt hierbei auf deine ganz eigenen Ziele, Wünsche und Potenziale Rücksicht und entwickelt für dich individuell zugeschnittene Inhalte und Vorgehensweisen.

Leider hat das ganze auch einen kleinen aber entscheidenden Haken: Ein ganzheitliches, andauerndes Einzel-Coaching hat seinen Preis. Das bedeutet, wenn du nicht das seltene Glück hast, dass dein Unternehmen viel Geld für deine persönliche Weiterbildung und -entwicklung in die Hand nimmt, sind, je nach Coach, die marktüblichen 50 bis 400 Euro pro Stunde eine gewichtige Investition, die sich nur wenige Privatpersonen leisten wollen oder können. So verwundert es auch wenig, dass sich die anderen beiden Strategien zum Erlernen von Kommunikations-, Verkaufs-, Führungsgeschick etc. der größten Beliebtheit erfreuen: Du besuchst ein auf deine Wünsche ausgerichtetes Training oder besorgst dir ein dementsprechendes Buch.

Legen wir nun unser Hauptaugenmerk auf das Training. Leider ist es oft so, dass die Ergebnisse nicht den ursprünglichen Erwartungen entsprechen. Warum ist das so? Wieso sind Unternehmen und Trainingsteilnehmer oft unzufrieden? Weshalb verändert sich, nach Besuch eines Trainings (aber auch nach Studieren eines Buchs), wenig oder im schlimmsten Fall gar nichts in die gewünschte Richtung?

In den nächsten Teilen von „Warum Trainings (und Trainer) scheitern“ zeige ich dir die grundlegenden Faktoren auf, die gewünschten Wissenstransfer und erfolgreiche Seminare oft (viel zu oft) scheitern lassen. Hierbei bekommst du neben einer detaillierten Übersicht klassischer und weniger bekannter Fehler auch eine Einsicht in meine eigene Trainingsphilosophie – basierend auf meinen Erfahrungen aus zwanzig Jahren Training sowie über 10.000 geschulten, begeisterten Teilnehmern aus 17 Ländern.

Egal ob Auftraggeber, Trainer oder Teilnehmer: Ich bin mir sicher, dass du viele Ansatzpunkte zum Nachdenken findest und zahlreiche AHA-Effekte erlebst.

Bis bald in „Teil 2: Die Realität“!

Martin

Wer kennt sie nicht? Die sagenumwobene rechte Gehirnhälfte! Aber was steckt wirklich dahinter? Was hat selbige mit dem Unterbewusstsein zu tun? Und vor allem: Wie setzt du dieses Wissen in Sekundenschnelle dazu ein, um Gesprächspartner in deinem Sinn zu beeinflussen – und das ganz ohne Worte?

Hierzu ein unveröffentlichtes Kapitel aus meinem Buch „Verändere die Wirklichkeit – …und sie machen was DU willst“.

Download PDF: Dein_Freund_die_rechte_Gehirnhälfte

Viel Spaß und schnellen Erfolg!

Martin

Herzstück ist dieser Blog, in dem du von nun an regelmäßig Spannendes und Wissenswertes aus verschiedenen Soft-Skill-Bereichen erfährst: von Rhetorik bis Kommunikation, von Führung bis Verkauf, von Personalentwicklung bis Kundenpsychologie. All dies stets praxisnah – oft auch kritisch und provokativ. Kurzum: Immer wieder eine wunderbare Möglichkeit zu Diskussion und Erfahrungsaustausch.

Zusätzlich erhältst du hier und im Download-Bereich nach und nach exklusives Zusatzmaterial zu meinem Buch „Verändere die Wirklichkeit“: Unveröffentlichte Kapitel, Inhalte, Techniken, Beispiele und Übungen. Und das alles natürlich kostenlos und zu deiner freien Verfügung!

Ich wünsche dir viel Spaß, freue mich auf zahlreiche Besuche und dein Feedback!

Martin

buchwerbung neu

Das neue Standardwerk zum Thema „Beeinflussende Kommunikation“!

Ab Oktober 2013 überall wo es Bücher gibt!

>>> Mehr/Blick ins Buch

eoe startpage

Das revolutionäre Training und Mitarbeiterentwicklungstool für alle Bereiche der Business-Kommunikation!

>>> Mehr/Blick in die Broschüre